Übersicht mit produktspezifischen Angaben
Hier finden Sie eine Schnellübersicht unseres Produktprogramms HOMAPAL Metall
mit produktspezifischen Angaben.
Allgemeine technische Informationen Metall
HOMAPAL-Platten sind mit einer Schutzfolie versehen. Es wird empfohlen, diese während der Verarbeitung auf der Oberfläche zu lassen. Dies befreit jedoch nicht von einer vorherigen Kontrolle von Farbe, Farbgleichheit und sonstigen Qualitätsmerkmalen der Platten. Aufgrund der für Naturprodukte spezifischen Schwankungen, zeigen Metall-Laminate eine größere Farbton-Bandbreite als normale HPL. Bedingt durch technische Prozesse sind geringe Abweichungen im Erscheinungsbild einiger Produkte unvermeidbar. Bitte beachten Sie, dass grundsätzlich nur Produkte einer Charge (Fertigungsdatum und zusätzlicher Hinweis auf der Schutzfolie) direkt zusammen eingesetzt werden sollten.
Wichtig:
Die mit der abziehbaren Schutzfolie geschützte Oberfläche sollte nicht längere Zeit dem Licht ausgesetzt werden. Es besteht die Gefahr des erschwerten Abziehens (Abdeckplatte benutzen!). Die Schutzfolie ist nicht diffusionsdicht gegen Flüssigkeiten.
Einsatz
Anwendungsgebiete:
Nur im Innenbereich verwenden. Vertikal verwenden. Da der horizontale Einsatz sowie der Einsatz in Feuchträumen nur bedingt möglich ist, kann er von uns nicht empfohlen werden. Nähere Einzelheiten erfahren Sie von unserer Anwendungstechnik auf Anfrage. Die Oberfläche ist resistent gegen haushaltsübliche, nicht lösungsmittelhaltige Flüssigkeiten.
Brandverhalten:
Homapal-Metall-Laminate sind – soweit in der Übersicht entsprechend markiert - schwerentflammbar nach FTP-Code Anlage 1 Teil 5 Nr. 2.1 (IMORes. A 653 (16)) und Teil 6 Nr. 2.1 (IMO-Res. A 687 (17)). Die Rauch- und Toxizitätskriterien nach FTP–Code Teil 2 werden erfüllt. Die Produkte tragen das Steuerrad-Symbol sowie die US Coast Guard Approval No.164.112/EC0736/118.083 und sind durch die See-Berufsgenossenschaft Hamburg und Lloyds Register zertifiziert.
Ergänzend zu den allgemeinen Verarbeitungsrichtlinien gilt:
Das Brandverhalten wird nicht nur durch das Laminat, sondern auch vom
Verbund mit anderen Stoffen, den Verbindungsmitteln sowie der Verarbeitungstechnik beeinflußt! Klebstoffe, die in Trennflächen vom Typ B und in Verbindung mit der Isolierung von Kalt-Systemen im Schiffsbau verwendet werden, müssen gemäß FTP–Code Anlage 1 Teil 3 Nr. 3.1 und Teil 5 Nr. 3.4 ebenfalls schwerentflammbar sein.
Hygienische Kriterien:
Lebensmittelsauber.
Verarbeitungshinweise
Sägen:
HOMAPAL Laminate – außer Edelstahl-Laminate (siehe besondere Hinweise) - lassen sich wie alle normalen Schichtpreßstoffplatten (HPL) sägen, bohren und fräsen. Zu empfehlen ist der Einsatz hartmetallbestückter Schneidwerkzeuge. Beim Zuschneiden sollte die Dekorfläche stets oben liegen.
Zugeschnittene oder gefräste Kanten lassen sich mit einer feinen Feile oder Schleifpapier nachbehandeln.
Trägermaterial:
Alle üblichen, für Laminate verwendbaren Trägermaterialien sind auch für Homapal-Laminate geeignet. Es ist darauf zu achten, dass der Feuchtegehalt der Trägerplatte nicht höher als der des Metall-Laminates (siehe Konditionierung) liegt. Eine zu hohe Feuchte des Trägermaterials kann infolge einsetzenden Feuchteausgleichs zu Oxidation und Blasenbildung zwischen der Metallfolie und dem Laminatkern führen.
Verkleben:
Handelsübliche Kleber und Leime wie z.B. Weißleime, Reaktionskleber
(Epoxid) oder Neopren-Kontaktkleber.
Ausnahme: Harnstoffkleber sind nicht geeignet.
Bei der Verarbeitung immer auf die gleiche Laufrichtung achten, da sich ansonsten Änderungen im Erscheinungsbild ergeben!
Beim Verpressen von Relief-Dekoren auf Trägerplatten ist es vorteilhaft, durch geeignete Polsterzulagen für Druckausgleich zu sorgen, da beim Pressen direkt gegen die Heizplatte der für die Gesamtfläche ausgelegte Druck nur auf den erhabenen Stellen wirksam wird und somit erheblich höher ist (Ausnahme bei Verklebung auf Rahmen: Hier können sich bei zu starker Polsterung Abzeichnungen des Rahmens ergeben).
Pflege/Reinigung
Die Platten sollten mit einem weichen Tuch und einem milden Reinigungsmittel, das keine schleifenden Bestandteile enthalten darf, gesäubert werden. Lösungsmittel dürfen nur sehr vorsichtig und keinesfalls bei Oberflächen mit der Kennzeichnung Polyester- und UV-Lack lt. Produktübersicht verwendet werden. Hartnäckige Flecken (z.B. Kleberrückstände) können vorsichtig mit Reinigungsbenzin entfernt werden. Längere Einwirkzeiten von Flüssigkeiten auf der Oberfläche vermeiden.
Entsorgung
HOMAPAL Laminate stellen keinen gefährlichen Stoff im Sinne der Gefahrstoffverordnung dar.
Abfälle können in behördlich genehmigten Industriefeuerungsanlagen verbrannt bzw. unter Berücksichtigung der örtlichen Abfallvorschriften auf kontrollierten Deponien abgelagert werden.
HPL-Reste werden als „sonstiger ausgehärteter Kunststoff“ eingestuft. Somit ist das Material als hausmüllähnlich anzusehen.
Postforming-Qualität
Maximale Erwärmung: 120°C
Erreichbarer Radius: Bei einer Laminatdicke von 0,8 mm ist ein Radius von 6 mm realisierbar.
Die Oberfläche ist mit einer für diesen Prozeß ausreichend temperaturbeständigen Polyesterfolie geschützt. Auf der Schutzfolie befindet sich zusätzlich der Hinweis, dass es sich um diese Sonderausführung handelt. Die Kennzeichnung besteht aus den beiden Buchstaben "PF". Aufgrund der häufig geringeren Dicke der Laminate mit PF-Qualität im Vergleich zu der Standard-Qualität treten Unterschiede in der Reliefausprägung auf.
Zur Beachtung:
Die Angaben basieren auf unseren derzeitigen Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der breiten Palette von Postforminganlagen befreien sie den Verarbeiter nicht von eigenen Prüfungen und Versuchen.
Robust-Qualität
Die mit der Zusatzbezeichnung ROBUST versehenen Produkte weisen durch einen speziellen UV-Lack eine deutlich höhere Resistenz gegenüber mechanischen Beschädigungen der Oberfläche auf.
Ein Vergleichstest mit handelsüblicher Stahlwolle (z. B. Rakso mittel) ergab bei einer Belastung mit 1 kg auf 1,5cm² Fläche (dies entspricht etwa einer Fläche eines Spielwürfels) folgendes Ergebnis:
In Richtung der Bürstung:
Die Ausführung ROBUST zeigt nach 600 Bewegungen über die Oberfläche keine Kratzspuren.
Die Standardausführung weist nach 50 Bewegungen deutliche Kratzer auf.
Quer zur Bürstrichtung:
Die Ausführung ROBUST zeigt nach 200 Bewegungen über die Oberfläche leichte Kratzspuren.
Auf der Oberfläche der Standardausführung sieht man nach 2 Bewegungen über die Oberfläche deutliche Kratzer.
Der Einsatz der ROBUST Produkte ist nur bei leichter bis mittlerer mechanischer Beanspruchung (siehe obige Testergebnisse) auch horizontal möglich.
Bitte beachten Sie, dass bei Punktbelastungen sehr viel geringere Kräfte ausreichen, um Beschädigungen hervorzurufen.
Die Produkte sind auf der Schutzfolie mit dem Zusatz R gekennzeichnet.
Biegeradien
Prüfstreifenbreite: 50 mm
Produktgruppe |
Biegung - zur Plattenrichtung Angabe in mm |
1,4 |
1,3 |
1,0 |
0,8 |
1 | konvex – längs konvex – quer konkav – längs konkav – quer |
| 130 | 90 | 55 |
| 130 | 90 | 55 | ||
| 180 | 120 | 100 | ||
| 180 | 120 | 100 | ||
2 | konvex – längs konvex – quer konkav – längs konkav – quer |
| 105 | 80 | 40 |
| 105 | 60 | 30 | ||
| 180 | 105 | 70 | ||
| 150 | 100 | 55 | ||
3 | konvex – längs konvex – quer konkav – längs konkav – quer |
| 130 | 75 | 55 |
| 100 | 75 | 55 | ||
| 150 | 105 | 70 | ||
| 130 | 105 | 70 | ||
4 | konvex – längs konvex – quer konkav – längs konkav – quer |
| 90 | 60 | 40 |
| 85 | 55 | 30 | ||
| 180 | 90 | 60 | ||
| 135 | 90 | 60 | ||
5 | konvex – längs konvex – quer konkav – längs konkav – quer |
|
| 80 | 40 |
|
| 80 | 30 | ||
|
| 130 | 80 | ||
|
| 130 | 60 | ||
6 | konvex – längs konvex – quer konkav – längs konkav – quer |
|
| 40 |
|
|
| 35 |
| ||
|
| 90 |
| ||
|
| 80 |
| ||
7 | konvex – längs konvex – quer konkav – längs konkav – quer |
|
| 80 |
|
|
| 80 |
| ||
|
| 105 |
| ||
|
| 105 |
| ||
8 | konvex – längs konvex – quer konkav – längs konkav – quer |
|
| 130 |
|
|
| 130 |
| ||
|
| 140 |
| ||
|
| 140 |
| ||
9 | Alle Richtungen | 225 |
|
|
|
Die aufgezeigten Biegeradien stellen Messwerte dar, die unter normalen Bedingungen bei gleichbleibender und gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilter Krafteinwirkung erreicht werden können. Faktoren wie Feuchtigkeitsgehalt des Laminats, Temperatur sowie Art und Weise des Biegens beeinflussen die Radien und können zu abweichenden Ergebnissen führen.
Hinweis: Kupfer- und Aluminium-Relief-Laminate wurden von 1,3 mm auf
die entsprechenden Prüfdicken zurückgeschliffen.
Bezüglich Aluminium-Spiegelglanz weisen wir darauf hin, dass bei Biegeradien unter
200 mm feine Haarrisse in der Oberfläche auftreten, die mit dem bloßen Auge kaum erkennbar sind. Es handelt sich hierbei nicht um eine Beschädigung, sondern um eine spezifische Eigenschaft eloxierter Oberflächen.
Gegenzug
Zwischen zwei miteinander verbundenen, verschiedenartigen Materialien treten stets Spannungen auf. Daher muß ein Träger beidseitig mit Materialien belegt werden, die den gleichen Maßänderungen bei Wärme- und Feuchtigkeitseinfluss unterliegen (Konditionierung aller Materialien). Dies gilt vor allem dann, wenn die fertige Verbundplatte freitragend sein soll und nicht durch eine starre Konstruktion gehalten wird. Je größer die zu belegenden Flächen, desto größeres Augenmerk ist auf die Wahl des Gegenzugtyps, einen symmetrischen Aufbau und die Dichte sowie Steifheit des Trägers zu legen. Nach unseren Erfahrungen sind Trägerplatten mit einer Dicke von £ 13 mm kritisch hinsichtlich der Planlage des Verbundelementes. Grundsätzlich haben Faktoren wie z. B. Steifheit und symmetrischer Aufbau der Trägerplatte, gleichmäßiger Kleberauftrag und Presstemperatur sowie Größe und Grad der Fixierung des Objektes hier einen überproportionalen Einfluss. Daher empfehlen wir, für Verbundelemente mit Trägerplatten £ 13 mm das gleiche Laminat als Gegenzug zu verwenden. Die besten Ergebnisse werden immer durch Verwendung der gleichen Platte desselben Herstellers auf Vorder- und Rückseite erzielt. Beide müssen immer mit gleicher Lauf- bzw. Schleifrichtung gleichzeitig von beiden Seiten auf den Träger aufgeklebt werden (niemals rechtwinklig zueinander).
Um die Kosten niedrig zu halten, bietet sich als Gegenzug der Einsatz II.-Wahl-Platten desselben Materials oder spezielles Gegenzugmaterial ohne Oberflächenanspruch gemäß der Übersicht an. Der Einsatz anderer Materialien als Gegenzug kann - selbst dann, wenn dessen physikalische Eigenschaften denen der HOMAPAL-Metallplatten so ähnlich wie möglich sind - nicht empfohlen werden, da die Resultate nie mit Sicherheit vorauszusagen sind.
Lagerung und Konditionierung
HOMAPAL Laminate müssen ebenso wie herkömmliche HPL in einem geschlossenen Lagerraum, vor Nässe geschützt gelagert werden. Die Lagerung sollte bei Normklima, d. h. ca. 18-25°C und 50-60% relativer Luftfeuchte erfolgen.
Die Oberflächen der HOMAPAL Laminate sind mit einer Schutzfolie versehen, die erst nach Verarbeitung der Platten entfernt werden soll. Um eine Veränderung der Klebkraft der Schutzfolie auf der Plattenoberfläche auszuschließen, sollte bei längerer Lagerung die Lagertemperatur um nicht mehr als ± 10°C von der oben angegebenen abweichen.
Achtung: Vor dem Entfernen der Schutzfolie Platte nicht längere Zeit dem Licht aussetzen (Schutzplatte!).
Die Lagerung von Plattenstapeln erfolgt vollflächig und horizontal. Wo dieses nicht möglich ist, empfiehlt sich eine Schrägstellung im Winkel von ca. 80° bei ganzflächiger Abstützung und einem Gegenlager auf dem Boden, um ein Abrutschen zu verhindern (s. Skizze).

Die beste Konditionierung wird in dem Raumklima des späteren Einsatzbereiches erreicht. Diese Konditionierung wird empfohlen, da Materialien, die in zu feuchtem Zustand verarbeitet werden, im Laufe der Zeit zur Schrumpfung neigen bzw. zu trockene Materialien sich später ausdehnen, so daß ein Verwerfen nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Materialien sollten mindestens 48 Stunden zusammen konditioniert werden.
Diese Angaben basieren auf unseren derzeitigen Kenntnissen und Erfahrungen. Sie befreien den Verarbeiter jedoch nicht von eigenen Versuchen und Prüfungen. Eine rechtlich verbindliche Zusicherung der Eigenschaften oder der Eignung für einen konkreten Einsatzzweck kann aus unseren Angaben nicht abgeleitet werden. Wir empfehlen im Zweifelsfall die Inanspruchnahme unserer technischen Beratung. Etwaige Schutzrechte sowie bestehende Gesetze und Bestimmungen sind vom Verarbeiter unserer Produkte in eigener Verantwortung zu beachten.
HOMAPAL Plattenwerk GmbH & Co. KG, Postfach 14 53, 37404 Herzberg/Harz
Tel. (05521) 856-0, Telefax (05521) 856-20
Vertrieb in der Bundesrep. Deutschland: HOMANIT GmbH & Co. KG, Postfach 12 53, 37402 Herzberg/Harz, Tel. (05521) 84-0, Telefax: (05521) 84-269







